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R8-Tour 2017


wie schon 2014 und 2015, "musste" ich auch dieses Jahr mal wieder fremd gehen, und Südtirol mit einem R8 V10 Spyder, statt mit dem TT genießen.

Diesmal im flammneu erhältlichen Spyder der 2.Generation (4S).

  

Organisiert durch die #Audidrivingexperience ging es bei strahlendem Sonnenschein von Neuburg über München an den Kochelsee, ab da nur noch über Land mit vielen imposanten Pässen wie dem Timmelsjoch, der Jaufenpassstraße und dem Penserjoch in das 5*-Hotel #Arosea im Ultental.

Am eigentlichen Tourtag ging es bei Kaiserwetter in die Dolomiten, sämtliche bekannten Pässe wie den Falzarego, den Giau, das Pordoijoch, das Sellajoch und viele mehr abzu"arbeiten".
Einfach nur fahren. Von morgens bis abends. Fast keine Pause.
Nur Mensch und Maschine. Ja, Maschine scheint hier der richtige Ausdruck. Denn er geht brutal vorwärts. In allen Lebenslagen ist richtig Druck vorhanden und das orange blinkende Lämpchen der Traktionskontrolle wird mein ständiger Begleiter. Den ganzen Tag eifrig im Einsatz, genau wie sämtliche 100-Oktan-Zapfsäulen Südtirols.
Mit einer Leichtigkeit, wie ich es nie zuvor erlebt habe stürme ich den Gipfeln entgegen.
Nur wenige Verkehrsteilnehmer halten mich auf, oft wird man in diesem roten Geschoss einfach vorbei gewunken.

  
Die Begeisterung ist groß. Nicht nur bei mir, auch bei den Passanten. Er polarisiert. Er ist schick, viel schöner als viele der Pressefotos vermuten lassen. Er ist bequem, einfach zu fahren, er ist handlich und endlich gut motorisiert.
Der V10 Spyder der ersten Generation war dagegen wie gelähmt.

Das geringere Gewicht des Neuen, die paar PS mehr und ein besser abgestuftes Doppelkupplungsgetriebe bügeln den steilsten Berg glatt. Mit bissiger Ceramicbremse geht´s auch bergab bis ins Tal ohne jegliche Gnade. 
Diese Maschine macht süchtig.
Die Straßenlage ist umwerfend, der Sound noch mehr. Viel brutaler als sein Vorgänger posaunt er seine Kraft in die Berge. Rotzig blubbert er beim Gaslupfen, gibt kurz Zwischengas beim runterschalten. Den Fuß am Bodenblech, muss man sehr eifrig an den Schaltpaddels ziehen, sonst hängt man ratzfatz im Begrenzer. Bei 8800 U/min. Richtig gelesen, ein V10 bis 8800 U/min. Ein Klangerlebnis, von dem man Nachts noch träumt.
Leider endet auch dieser Tag irgendwann, aber nach strammen 360km und den 800km des Vortages giert der Körper nach Ruhe.

  

Am nächsten morgen ist leider schon der Abreisetag.
Es ist bewölkt, was nach zwei Fahrtagen voller Sonne auch mal gut tut.

Die Heimfahrt erfolgte in umgekehrter Reihenfolge wieder über viele Pässe, einfach nochmal alles mitnehmen was geht, bevor man dieses Traumgerät wieder hergeben muss.

Eine schmerzhafte Trennung, nach den so tollen Eindrücken der letzten Tage.

Und dennoch eine absolute Zufriedenheit, so etwas erlebt haben zu dürfen.

Ich hoffe, es war nicht das letzte mal, daß ich mir diesen Traum verwirklichen konnte.


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